DAC Gebiete

DAC Gebiete

Weinviertel DAC
Trotz einer nicht unerheblichen Sortenvielfalt bleibt der Grüne Veltliner der unangefochtene Hauptdarsteller des Weinviertler Weingenusses: Rund 6.200 Hektar bedeuten nicht nur die Hälfte des gesamten Bestandes in Österreich, sondern auch knapp die Hälfte weltweit. Dessen ungeachtet – und auch über alle unterschiedlichen Bodentypen und große Entfernungen zwischen den Weinorten hinweg – ist der Weinviertler Veltlinertyp an einer pikant „pfeffrigen“ Geschmacksnote zu erkennen. Zur Assoziation an grünen, weißen und bei höherer Reife auch schwarzen Pfeffer kommen fruchtbetontes Bukett und frische Säure. Dieses charakteristische Trio wurde ab dem Jahrgang 2002 zur Definition für den gebietstypischen Weinviertel DAC, die erste kontrollierte Herkunftsbezeichnung Österreichs. Seit dem Jahrgang 2009 gibt es neben der klassisch-trockenen, frischen Variante auch die kräftige Spielart Weinviertel DAC Reserve.

Traisental DAC
Der sehr kalkhaltige Boden des Traisentals fordert die Reben dazu heraus, ihre Wurzeln in die Tiefe zu treiben und verleiht den Weinen ein sehr eigenständiges Profil, mit kräftigem Körper und festem Rückgrat. Die Mineralik ist Geschmacksträger, stützt die Säurestruktur und fördert die Langlebigkeit der Weine. Vor allem der Grüne Veltliner, der sich hier als frisch,fruchtig,würzig,als Wein mit Rückgrat und Finesse charakterisieren lässt. Mehr als 55% aller Flächen des Traisentals sind mit dieser Sorte bepflanzt, mehr als in jedem anderen Gebiet Österreichs! Berühmt sind die sehr langlebigen Reserveweine mit festem Körper aus den großen Lagen wie Zwirch, Berg, Alte Setzen, Hochschopf, Sonnleiten oder Fuchsenrand. Die zweitwichtigste Sorte des Traisentals ist der Riesling mit 5,3% Rebflächenanteil. Es sind elegante, kräftige, aromatische Weine mit mineralischer Note. Diese beiden Traisental-DAC-Rebsorten stellen gemeinsam 60% der Weine des Gebiets.

Kremstal DAC
Seit 2007 steht Kremstal DAC für würzige Grüne Veltliner und elegante, mineralische Rieslinge, die neben der frischen, klassischen Linie auch als kräftige Reserve-Weine auf den Markt kommen. Die Vinotheken vieler Weingüter des Kremstals belegen die Tradition großer Weine über viele Jahrzehnte. Kremstal DAC mit dem Zusatz Reserve hat reife Aromen, Dichte am Gaumen und oft einen geschmeidigen, langen Abgang. Der Grüne Veltliner ist die Hauptsorte des Kremstals. Er gedeiht sowohl auf mächtigen Lössterrassen, als auch auf steilen Urgesteinshängen hervorragend. Viele berühmte Einzellagen bringen individuelle charakterstarke Weine hervor, etwa Pfaffenberg, Kögl, Wachtberg, Sandgrube, Pellingen, Gebling, Spiegel oder Steinbühel. Gerade der anspruchsvolle Riesling– die zweite Sorte des Kremstal DAC – kann diese Einzellagen mit eindrücklichen Persönlichkeiten darstellen.

Kamptal DAC
Das Weinbaugebiet Kamptal besteht unter diesem Namen seit 1993 (früher Kamptal-Donauland). Seit 2009 (Jahrgang 2008) ist das Kamptal gesetzliches DAC-Gebiet mit den Sorten Grüner Veltliner und Riesling. Der klassische Kamptal DAC zeigt sich bei beiden Sorten als frischer, trockener Weißwein mit Persönlichkeit, angenehm leichtfüßig und dennoch mit einer kompakten Struktur. Die großen, kräftigen Reserven sind mit ihrem gehaltvollen Charakter und Tiefgang ein unverwechselbarer Ausdruck ihrer Herkunft aus berühmten Rieden. Nicht umsonst zählen viele der Lagen des Kamptals zu den renommiertesten Provenienzen des österreichischen Weinbaues: etwa Heiligenstein, Gaisberg, Steinmassl, Seeberg, Käferberg, Dechant, Lamm, Kogelberg, oder Wechselberg. Gemeinsam ist all diesen Weinpersönlichkeiten jedoch die mineralische Rassigkeit, eine markante Säure und das hervorragende Reifepotenzial.

Neusiedlersee DAC
Das Spektrum der Rebsorte Zweigelt reicht von jung zu trinkenden, klassisch ausgebauten Weinen bis hin zu kraftvollen Gewächsen aus dem kleinen Holzfass. Im Neusiedlersee DAC - Gebiet findet man die gesamte Vielfalt dieser Rebsorte. Der Neusiedlersee DAC – ist ein fruchtig-würziger, harmonischer Zweigelt mit einem typischen Duft nach Herzkirsche, fein unterlegt durch dunkle Beerenfrucht und dezente Kräuteranklänge. Der ausgewogene Körper wird untermalt durch feine und weiche Tannine. Neusiedlersee DAC Reserve - Weine sind vielschichtige, kräftige Zweigelt oder Zweigelt-dominierte Cuvées mit einem klaren Aromaspektrum von der Schwarzkirsche über Brombeere bis hin zu Holunderbeeren. Ergänzt wird die Frucht durch Würze und mineralische Töne. In Kombination mit dem feinkörnigen Tannin ergibt dies eine engmaschige Struktur und Saftigkeit am Gaumen. Diese Weine kommen erst nach einer Reifezeit von über einem Jahr auf den Markt und haben ein großes Potential.

Leithaberg DAC
Leithaberg muss man schmecken können“, so der Tenor der Leithaberg Winzer. Der traditionelle Ausbau bewahrt den gebietstypischen Stil der Weine, der durch die Kombination von bodenbedingter Würze, Mineralität und Frucht mit der Frische und Eleganz der heimischen Sorten entsteht. Leithaberg DAC-Weine gehören zur „Reserve“- Kategorie und können sowohl rot als auch weiß sein. Ein Leithaberg DAC weiß kann aus Grüner Veltliner, Weißburgunder/ Pinot blanc, Chardonnay oder Neuburger gekeltert werden. Ein Leithaberg DAC rot wird aus der Sorte Blaufränkisch gewonnen. Der rote Leithaberg DAC reift im Holzfass, wobei die Holznote dezent im Hintergrund wirken soll und den Charakter, die Eleganz und die Spannung unterstützen, nicht aber überdecken soll. Eines haben aber sowohl der weiße, als auch der rote Leithaberg DAC gemein: In jedem Fall müssen sie innere Spannung und Lebendigkeit aufweisen, engmaschig und vielschichtig sein.

Mittelburgenland DAC
Der Blaufränkisch ist eine alte autochthone Rebsorte. Synonyme für den Blaufränkisch sind „Lemberger“, „Limberger“ und „Kekfrankos“. Die Weine haben in der Jugend eine dunkle, purpur-violette Farbe und ein charakteristisch-würziges, sehr fruchtiges Bukett nach Waldbeeren. Sie zeigen Struktur und Charakter und werden durch sorgfältige Lagerung vielschichtiger und geschmeidiger. Den Mittelburgenland DAC gibt es in drei Kategorien: Unter Bezeichnung „Mittelburgenland DAC“ findet man einen Blaufränkisch mit fruchtbetont, würzigem Geschmack, der im traditionellen großen Holzfass und/ oder im Stahltank ausgebaut wurde. Mit einer Riedenbezeichnung wird ein kräftigerer Blaufränkisch-Stil gekennzeichnet, der auch in gebrauchten Barriques ausgebaut werden darf. Mit „Reserve“ werden die gehaltvollsten Blaufränkisch mit einem Mindestalkohol von 13 % gekennzeichnet. Diese Weine dürfen auch in neuen kleinen Holzfässern ausgebaut werden.

Eisenberg DAC
So sind das südliche Burgenland und der Blaufränkisch seit jeher ein perfektes Paar, und wenn sie gemeinsam auftreten, dürfen sie nun stolz das Prädikat „Eisenberg DAC“ auf dem Etikett tragen, während alle anderen Weine aus dieser Region „Burgenland“ alls Herkunft angeben. Somit wird dem charakterstärksten und faszinierendsten Wein der Region nun mit einer eigenen Appellation gehuldigt. Würzige Mineralik ist das charakteristische Merkmal des klassischen Eisenberg DAC. Gemeinsam mit einem fruchtigen, erfrischenden Sortenbukett nach Kirschen, Weichseln und Brombeeren, mit eleganter, nicht aufdringlicher Struktur, charmantem Tannin und einer erfrischenden Säure zeigt dieser Wein alle Vorzüge seiner Herkunft. Später geerntete Blaufränkisch oder Weine aus wärmeren Lagen entwickeln Dichte und Kraft (mind. 13 % vol.) und benötigen daher auch eine längere Lagerzeit, bis sie rund und balanciert werden. Sie werden als „Reserve“ bezeichnet und reifen in großen oder kleinen Holzfässern.

Wiener Gemischter Satz DAC
Mit dem Wiener Gemischten Satz, der Pflanzung unterschiedlichster Rebsorten nebeneinander in einem Weingarten, hat sich eine einzigartige Stilistik im typischen Wiener Wein entwickelt, die sich besonders in seiner herkunftstypischen Aromatik widerspiegelt. Die Verordnung zum Wiener Gemischten Satz DAC schreibt vor, dass zumindest drei weiße Qualitätsweinrebsorten gemeinsam in einem Wiener Weingarten angepflanzt sein müssen, welcher im Kataster des Wiener Rebflächenverzeichnisses als Wiener Gemischter Satz eingetragen ist. Der größte Sortenanteil einer Rebsorte darf nicht höher als 50% sein, der drittgrößte Anteil muss zumindest 10% umfassen. Weine ohne Riedenangabe müssen trocken und ohne markanten Holzgeschmack sein. Zusätzlich kann der Wiener Gemischte Satz DAC auch mit einer Lagenbezeichnung auf den Markt kommen. Lagenweine müssen nicht der Geschmacksangabe „trocken“ entsprechen und dürfen nicht vor 1. März des auf die Ernte folgenden Jahres verkauft werden.

Quelle : ÖWM

 

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